20
Juli
2015
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13:13
Europe/Amsterdam

Holländisch-karibische Architektur

Erbaut in der Mitte des 16. Jahrhunderts erinnern die Strukturen von Willemstad an den malerischen Stil Amsterdams, mit erlesenen holländischen Kolonialbauten des 17. und 18. Jahrhunderts, wie man sie außerhalb der Niederlande nirgendwo sonst findet.

Im Laufe der Zeit wurden Willemstads traditionelle Stile dem trockenen und windigen Klima der Insel angepasst und zusätzlich karibische Akzente, wie etwa Verandas, Vorbauten, Holzschnitzereien und Fensterläden gesetzt. Das Farbspektrum wurde ebenfalls angepasst und eine leuchtende, kräftige Farbpalette eingeführt, die im Mutterland bis dato unbekannt war.

Weitere holländische Einflüsse sind:

  • Der Straßengrundriss — Willemstads Otrobanda-Distrikt ist voller enger Gassen und breiter Hauptstraßen, die an holländische Städte im 17. Jahrhundert erinnern.
  • Die Plaza — Jahrhundertelang hatten Plazas viele Funktionen — vor allem wurden sie für Restaurants, Handel, Feste und Zeremonien genutzt. Heute werden mehrere Plazas als Marktplätze in Otrobanda genutzt.
  • Die Giebeldächer — schräge Ziegeldächer und Giebelwände sind Zeichen klassischer, holländischer Städtearchitektur. Diese Elemente finden sich in den wunderschön restaurierten Villen aus dem 18. Jahrhundert in Scharloo und Pietermaai und den Gebäuden entlang dem Hafen Schottegat wieder.