20
November
2017
|
10:08
Europe/Amsterdam

Die nÄrrische Zeit beginnt auch in der Karibik: Curaçao bereitet sich auf den Karneval vor

Zusammenfassung

Am 11. November beginnt für Deutschlands Narren offiziell die wichtigste Zeit des Jahres: Die Karnevalsaison wird eingeläutet. Auch auf Curaçao macht man sich langsam für den bunten und lebhaften Karneval der Insel bereit. Über fünfzig verschiedene Kulturen sind auf der Insel beheimatet – kein Wunder, dass dieser Schmelztiegel auch innerhalb der Karnevalsfestivitäten ganz eigene Traditionen hervorbrachte, die es so nur auf der größten der drei ABC-Inseln zu entdecken gibt.

Ab Anfang Januar bis Aschermittwoch wird für mehrere Wochen mehr oder weniger durchgefeiert, denn nicht nur in Willemstad, sondern auch auf der restlichen Insel veranstalten die Bewohner kleine oder größere Partys, die sogenannten Jump-ins, und zahllose Paraden. Letztere werden zudem nicht ausschließlich für die erwachsenen Narren durchgeführt: Auch Kinder und Teenager bekommen jeweils ihren ganz eigenen Umzug.

Karneval auf Curaçao vereint die Traditionen und Bräuche der bunt gemischten Bevölkerung, sei es aus Europa, Afrika, Asien und auch der anderen karibischen Inseln. Eine wichtige Rolle spielt dabei insbesondere die Tumba-Musik. Die Wurzeln der Tumba liegen sowohl in afrikanischer Trommelkunst als auch im europäischen Gesellschaftstanz des 17. Jahrhunderts. Unter dem Einfluss von anderen afrokaribischen Musikstilen und Jazz entwickelt sich der Tumba-Rhythmus bis heute ständig weiter und ist der allgegenwärtige, treibende „Soundtrack“ des Karnevals.