15
Dezember
2016
|
18:02
Europe/Amsterdam

Curaçaos Top 5: Hotspots für Kunstliebhaber

Zusammenfassung

Farbenfroh sind nicht ausschließlich die Fassaden der historischen Gebäude Willemstads. Auch die Menschen auf Curaçao haben sich nie mit ihren farbenfrohen Interpretationen zurückgehalten, aus der natürlichen Farbenpracht der Karibikinsel schöpfen lokale Künstler ihre Inspiration. Besucher der Insel müssen sich also nicht nur auf Meer- und Strandausflüge beschränken, denn zahlreiche Museen und Galerien ermöglichen spannende Einblicke in die heimische Kunstszene. 

Landhuis Bloemhof
Wann genau das Landhaus Bloemhof gebaut wurde, ist unbekannt, aber historische Dokumente weisen darauf hin, dass das Hauptgebäude mindestens 270 Jahre alt ist. In den vergangenen 50 Jahren wurde das vergleichsweise kleine Plantagenhaus zu einem beliebten Treffpunkt für all jene, die großes Interesse für Kunst, Literatur und Theater hegen. Nach umfangreichen Restaurationsarbeiten eröffneten die Besitzer 2002 im Landhaus ein Zentrum für Kunst, Kreativität und Geschichte. Besucher erwartet vor Ort eine Gallerie, eine Bücherei, ein Bereich für Workshops, ein Skulpturengarten sowie eine Dauerausstellung.

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Yubi Kirindongo
Schon sein Haus spricht eine deutliche Sprache: Hier wohnt ein Künstler. Yubi Kirindongo hat es mit seinen eigenen Händen erbaut und zusammen mit seiner Galerie sowie dem ausgefallenen Skulpturengarten ist das Gebäude selbst mehr Kunstwerk als Wohnhaus. Der auf Curaçao geborene Künstler ist insbesondere für seine Skulpturen aus Altmetall, beispielsweise aus Autoteilen, und anderen recycelten Materialien bekannt. Ein Besuch seiner einzigartigen Kunstwelt ist übrigens nur mit persönlicher Voranmeldung möglich.

Gallery Alma Blou
Die Galerie Alma Blou, was in der lokalen Sprache Papiamentu so viel wie „Blaue Seele“ heißt, ist die älteste und zugleich größte Galerie auf Curaçao. Auch das Gebäude selbst ist schon eine kleine Attraktion, denn das Landhuis Habaai gilt als eines der schönsten Landhäuser der Insel. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut, war es früher ein Herrenhaus für die Plantagenbesitzer, seit 2005 beherbergt es Werke von lokalen und karibischen Künstlern. Ausgestellt werden Gemälde, Skulpturen, Keramik, Schmuck und Puppen, allesamt inspiriert von der Farbenwelt, der Landschaft und den Menschen Curaçaos. Eine besondere Abteilung ist einzigartigen Fundstücken aus Curaçao gewidmet, von alten Karten über Büchern bis hin zu beeindruckenden Panoramabilder von Punda und Otrobanda. Die großzügige Terrasse des Hauses wird immer wieder für kulturelle Events wie Konzerte, Lesungen oder den monatlichen Marshe di Artesania genutzt, auf dem lokale Künstler und Handwerker ihre Kunstwerke verkaufen.

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Street Art
Fans der urbanen Kunst werden zudem auch auf Curaçao fündig. Schlendert man offenen durch die Straßen und Gassen Willemstadts, stößt man immer wieder auf bunte Wandmalereien, die modernes Graffiti mit Elementen der einheimischen Kultur kombinieren. Eine der zentralen Figuren der hiesigen Szene ist der Künstler Garrick Marchena: Seine großflächigen Gemälde, die oftmals Kindergesichter beinhalten, passen sich harmonisch ihrem Umfeld an und hinterlassen beim Betrachter einen bleibenden Eindruck.

Erst in diesem Jahr wurde von mehreren Künstlern die Inititiave namens „Street Art Skalo“ ins Leben gerufen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Fassaden zahlreicher Gebäude in der Bitterstraat im Viertel Scharloo neu zu gestalten. Bereits jetzt können Besucher Curaçaos erste Kunstwerke dieser Aktion vor Ort bewundern.

Instituto Bueno Bista
Das Konzept des Instituto Bueno Bista setzt seit geraumer Zeit auf Curaçao neue Impulse in der Kunstszene: International bekannte Maler, Designer und Bildhauer geben Workshops für die einheimische Nachwuchsgeneration, in denen die jungen Talente lernen, mit verschiedenen Techniken zu arbeiten, worauf es in der Kunstszene ankommt und wie man eine überzeugende Bewerbungsmappe für internationale Kunstakademien erstellt. Dieses Jahr feierte das Instituto Bueno Bista bereits sein zehnjähriges Bestehen und die erfolgreiche Arbeit zeigt, dass damals der richtige Weg eingeschlagen wurde, um einen eigenständigen „Curaçao way of art“ zu etablieren. In unregelmäßigen Abständen werden in den Räumlichkeiten des Instituts auch immer wieder Werke der Gastkünstler und Studenten ausgestellt. Tipp: Am besten während des Curaçao-Aufenthaltes die Webseite auf aktuelle Veranstaltungen überprüfen!

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